2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung: Der Wald im Zukunftsvertrag für die Welt
Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich in New York auf eine umfassende "2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung" geeinigt.
Das Ziel der Agenda ist die Bedürfnisse der heutigen Generation zu befriedigen, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen – ein Nachhaltigkeitsziel, das für den Wald in Deutschland und seine Bewirtschaftung seit langem festgelegt ist. Die 2030-Agenda wird die internationale Zusammenarbeit in zentralen Politikbereichen und damit auch die internationale Waldpolitik in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen.
Die in der Agenda enthaltenen 17 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten "Sustainable Development Goals (SDG)", sollen der Motor für eine Transformation der Volkswirtschaften im Sinne einer globalen nachhaltigen Entwicklung sein. Neben dem Kampf gegen Hunger und Armut sind alle Volkswirtschaften aufgefordert, Probleme wie beispielsweise zu hohen Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Umweltzerstörung anzugehen und nationale Lösungen zu erarbeiten.
Anders als bei den bisherigen internationalen Entwicklungszielen ist die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen explizit in der Agenda verankert. Hier finden sich auch zahlreiche Bezugspunkte zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern, so z.B. in SDG 15. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich sind die Wälder in allen Erdteilen multifunktional und erfüllen vielfältige wirtschaftliche, soziale und ökologische Bedürfnisse. Mehrere internationale Übereinkommen – z.B. zum Schutz von Klima, biologischer Vielfalt, Bergen oder Meeren - stellen Anforderungen an die Wälder.
Die weltweite Umsetzung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, wie sie in Deutschland bereits gesetzlich verankert ist und praktiziert wird, wird mit der 2030-Agenda als eine der wichtigen globalen Aufgaben festgelegt. Das Ziel, die internationalen Politiken mit Bezug zur Walderhaltung und zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung künftig stärker zu koordinieren, um ihre Effizienz insgesamt zu steigern, bekommt damit zusätzliche Bedeutung. Dies verdeutlichen auch die Beschlüsse des Waldforums der Vereinten Nationen und des 2017 im Licht der Agenda 2030 erstellten Strategischen Plans der Vereinten Nationen für Wälder.

Mit seinen Projekten fördert das BMEL bereits jetzt Konzepte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in wichtigen Partnerländern. Auf diese Weise kann eine ausgewogene und tragfähige Balance zwischen den steigenden und teilweise konkurrierenden Ansprüchen, die Gesellschaft und Wirtschaft an den Wald stellen, und seiner nachhaltigen Leistungsfähigkeit gefunden werden.